Plan: Steuerung & Elektronik
1. Fahrzeugsteuerung
Mit dem Umbau auf Elektro bekommt Beverly eine komplett neue „Steuerzentrale“.
Eine zentrale Steuerung (VCU) verbindet alle wichtigen Komponenten miteinander: Fahrpedal, Inverter, BMS, Ladegerät und die verschiedenen Sicherheitsfunktionen.
Sie sorgt dafür, dass alles zusammenarbeitet – vom ersten Einschalten bis zur Fahrt auf der Straße.
Gerade bei einem Bus mit Automatik ist dabei etwas mehr Logik notwendig: Die Funktionen des Wählhebels (z. B. Vorwärts, Rückwärts, Neutral) müssen sauber umgesetzt werden. Auch Startfreigaben spielen eine wichtige Rolle – das Fahrzeug darf nur dann aktiv werden, wenn alle Bedingungen erfüllt sind.
Zusätzlich wird die komplette elektrische Struktur des Fahrzeugs neu aufgebaut:
Neue Verkabelung von vorne nach hinten Einführung eines CAN-Bus-Systems zur Kommunikation der Komponenten Klare Trennung zwischen Hochvolt- und Niedervoltbereich
Damit entsteht ein modernes, strukturiertes System, das nicht nur funktioniert, sondern auch nachvollziehbar und wartbar bleibt.
Am Ende entscheidet genau dieser Bereich darüber, ob sich der Bus „fertig“ anfühlt – oder wie ein Prototyp.
2. Fahrpedal und Fahrbefehle
Neben der reinen Technik spielt auch das Fahrgefühl eine große Rolle.
Ein wichtiger Punkt ist die Abstimmung der Pedalkennlinie. Gerade beim Rangieren oder langsamen Anfahren muss das Fahrzeug feinfühlig reagieren. Zu viel Leistung auf den ersten Millimetern Pedalweg würde den Bus schwer kontrollierbar machen. Deshalb wird die Kennlinie so ausgelegt, dass sich Beverly ruhig und präzise bewegen lässt – besonders in engen Situationen.
Ebenso wichtig ist eine klare und nachvollziehbare Fahrlogik:
Rückwärtsfahrt, Neutralstellung und Fahrmodus müssen eindeutig definiert sein Die Umschaltung darf nur unter sicheren Bedingungen möglich sein Eine klare Parklogik sorgt dafür, dass das Fahrzeug im Stand zuverlässig gesichert ist
Ziel ist ein Verhalten, das sich vertraut anfühlt – nicht kompliziert, sondern intuitiv und sicher.
3. Anzeigen im Cockpit
| Artikel | Zustand | Geplant | Ist |
|---|---|---|---|
| Neues Selbstbauradio | Neu | 300 | |
| Umbau Cockpit | Neu | 100 | |
| Neue Minimalanzeige | Neu | 100 |
Ein wichtiger Punkt für uns ist: Das Cockpit soll seinen ursprünglichen Charakter behalten.
Wir möchten keine neuen, auffälligen Anzeigen verbauen, die nicht zum Fahrzeug passen. Von außen betrachtet soll Beverly auch weiterhin wie ein klassischer T2 wirken.
Stattdessen werden bestehende Anzeigen sinnvoll weitergenutzt:
Die Tankanzeige wird zur Akkustandsanzeige umfunktioniert So bleibt die gewohnte Optik erhalten, bekommt aber eine neue Bedeutung
Für zusätzliche Informationen denken wir über eine dezente Erweiterung nach: Im dritten Cockpitfeld könnte ein kleines Display integriert werden, das wichtige Daten anzeigt. Ob und wie das umgesetzt wird, entscheidet sich aber erst im weiteren Verlauf.
Ein besonderer Punkt ist das Thema Infotainment: Hier planen wir eine eigene Lösung.
Das Radio wird durch eine Eigenentwicklung ersetzt – mit einem ausklappbaren Display, das bei Bedarf genutzt werden kann. Darüber sollen Funktionen wie Navigation (z. B. über Google) und Systeminformationen abrufbar sein.
Im Normalzustand bleibt das Display jedoch unsichtbar.
So bleibt das Cockpit klassisch – und wird nur dann modern, wenn man es wirklich braucht.
4. 12-Volt-System
| Artikel | Zustand | Geplant | Ist |
|---|---|---|---|
| DC - DC Wandler | Gebraucht | 200 | |
| 12V Bordbatterie 50AH LifePo | Neu | 120 | |
| Neue Sicherungshalter | Neu | 30 | |
| Kabel | Neu | 200 | |
| Hauptschalter / Service-Trennmöglichkeit 12V | Neu | 40 |
- Licht, Scheibenwischer, Lüfter, Steuergeräte und Zubehör bleiben meist auf 12 V.
- Dafür ist ein zuverlässiger DC/DC-Wandler erforderlich.
| Kabel, Ringösen, Kleinmaterial | ca. 30–80 € | | Hauptschalter / Service-Trennmöglichkeit 12V | ca. 20–50 € |
6. 12V Verkabelung
- HV und LV sauber getrennt verlegen.
- Sicherungen, Relais und Steckverbindungen dokumentieren.
- Jede Leitung beschriften; spätere Fehlersuche spart dadurch viel Zeit.